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Anschlag in Nizza: Mindestens 84 Tote

, von  Marcel Wollscheid

Frankreich ist an seinem Nationalfeiertag erneut zum Schauplatz eines verheerenden Terror-Anschlags geworden. Im südfranzösischen Nizza raste ein Attentäter mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge und tötete mindestens 84 Menschen.

Die LKW-Attacke ereignete sich auf der kilometerlangen Strandpromenade von Nizza. Tausende Menschen hatten sich dort zum Feuerwerk anlässlich des französischen Nationalfeiertags am 14. Juli versammelt. – © Michael Foley / Flickr / CC-BY-NC-ND 2.0-Lizenz

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  • ist Chefredakteur von treffpunkteuropa.de. Er absolvierte seinen Bachelor in Medien, Kommunikation, Gesellschaft und Politikwissenschaft an der Universität Trier und studiert im Master Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin.

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Nach dem Feuerwerk zum Nationalfeiertag am gestrigen Abend steuerte ein Mann einen LKW gezielt in die Menschenmenge an der der Promenade des Anglais, feuerte um sich und tötete mindestens 84 Menschen. Mehr als 100 Menschen sollen teilweise schwer verletzt worden sein.

Polizeikräfte erschossen den Täter. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP wurden im Tatfahrzeug die Ausweispapiere eines 31-jährigen Franko-Tunesiers gefunden, die dem Attentäter zugeordnet werden konnten. Der französische Präsident Hollande spach von einem „terroristischen Charakter“ des Anschlags. Ganz Frankreich sei „vom islamistischen Terrorismus bedroht“, so Hollande. Die Motive der Tat sind jedoch noch unklar. Der Präsident bildete in Paris einen Krisenstab und kündigte die Verlängerung des Ausnahmezustand im Land um drei Monate an.

Weltweit haben Staatschefs ihre Bestürzung und ihr Mitgefühl ausgedrückt. US-Präsident Barack Obama erklärte in einer Stellungnahme: „Ich verurteile den Angriff in Nizza, der ein fürchterlicher Terroranschlag zu sein scheint, auf das Schärfste. Unsere Gedanken und Gebete sind mit den Familien und geliebten Menschen der Verstorbenen.“ Bundeskanzlerin Merkel sicherte Frankreich während ihres Besuchs in Kirgistan die volle Solidarität Deutschlands zu. „Deutschland steht an der Seite Frankreichs im Kampf gegen den Terrorismus“, sagte Merkel. Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck spach von „einem Angriff auf die gesamte freie Welt“ und einem Anschlag auf die Werte der Französischen Revolution, „die auch unsere Werte sind“.

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