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Das Streben nach Glück

Kolumne „Europa im Blick“

, von  Sebastian Gubernator

Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, wie glücklich die Europäer sind. Wenig überraschend: Die Griechen landen im Ranking auf dem letzten Platz. Eine gute Nachricht gibt es trotzdem.

Die glücklichsten Europäer leben laut „Glücksatlas 2015“ in Dänemark. Im Durchschnitt sind die EU-Bürger erstmals seit Ausbruch der FInanz- und Wirtschaftskrise zufriedener mit ihrem Leben. – © abbilder / Simeon Lazarov (Flickr)/ CC BY 2.0-Lizenz

Autoren

  • studiert Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Mainz. Journalistische Erfahrung sammelte er unter anderem bei der taz und der Süddeutschen Zeitung. Seit seinem Erasmus-Studium an der University of Glasgow ist er verliebt in Schottland und Europa.

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Das Internet ist voller Sprüche zu allen Themen, die man sich vorstellen kann, auch Sprüche über das Glück sind dabei. Einer davon ist besonders schön, weil er sehr kurz und sehr wahr ist, angeblich stammt er von Francis Bacon: „Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ Das ist keine große Philosophie, aber es leuchtet ein: Wer dankbar ist für das, was er hat, ist glücklich. Diese Woche hat die Deutsche Post eine Meldung verbreitet, die von den Medien unterschiedlich interpretiert wurde, bei der BILD hieß es: „Die Deutschen sind wieder glücklicher.“ Das ist eine echte Nachricht, man hätte sie auch als Eilmeldung bringen können, denn die Deutschen neigen ja zu chronischer Unzufriedenheit.

Jetzt wendet sich also das Blatt: Laut dem Glücksatlas, den Wissenschaftler im Auftrag der Post erstellen, sind die Deutschen in diesem Jahr glücklicher als im Vorjahr. Auf einer Skala von 0 bis 10 hat sich ihre Zufriedenheit um ganze 0,06 Punkte verbessert. Das ist, naja, besser als nichts. Im Glücksranking der europäischen Länder liegt Deutschland jetzt auf Platz 10 von 30. Noch besser geht es angeblich den Dänen, sie sind die glücklichsten Europäer. Vielleicht sollten sich die Deutschen ein Beispiel an den Dänen nehmen.

Es ist wenig überraschend, wer am Ende des Rankings steht: die Griechen. Sie haben, um auf den Spruch von Francis Bacon zurückzukommen, in letzter Zeit nicht viel erlebt, wofür sie dankbar sein können. Eine gute Nachricht gibt es trotzdem: Mit Europa geht es – ganz generell – bergauf. Der Glücksabstand zwischen den nördlichen und den südlichen EU-Staaten hat sich verringert, die durchschnittliche Lebenszufriedenheit ist erstmals seit Beginn der Finanz- und Schuldenkrise gestiegen. Was für ein Glück.

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