„Eine Liebeserklärung an Europa“

, von  Bürgerinitiative WelovEU

„Eine Liebeserklärung an Europa“
„Europe is my Valentine“: Mit ihrer Aktion am 14. Februar will die Nürnberger Initiative „We lovEU“ auch auf die im Mai anstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament aufmerksam machen.

Die zivilgesellschaftliche Initiative “We lovEU - Europe is my Valentine“ plant am Valentinstag eine „Liebeserklärung für Europa“ in Nürnberg. Im vorliegenden Gastbeitrag erläutern die Initiator*innen, warum es wichtig ist für ein demokratisches und weltoffenes Europa zu kämpfen.

Im Laufe des Jahres 2018 ging die Öffentlichkeit mit der Stimmung innerhalb der EU und im gesamten Europa immer weiter bergab. Populist*innen machten Front gegen die EU und drohten u.a. in Italien unverhohlen mit der Demontage der Europäischen Union. Parallel dazu fand sich keine Lösung für den bereits beschlossenen EU-Austritt Großbritanniens. Es waren Stimmen im Vereinigten Königreich und darüber hinaus zu vernehmen, die einen „Exit vom Brexit“ diskutierten. Die Politik verharrte dagegen im Nichtstun und beließ es beim „Status Quo“.

Zivilgesellschaftliches Engagement für Europa

Dabei gab es Alternativen zum Nichtstun: Wie bereits bei seinem Amtsantritt in 2017 mit der Rede vor dem EU-Parlament („Initiative für Europa“) erneuerte der französische Staatspräsident Emmanuel Macron im April 2018 sein Engagement für die europäische Idee: Nicht die autoritäre Demokratie sei die Antwort auf (europäischen) Autoritarismus, sondern die Autorität der Demokratie. Leider wurde dies vom restlichen Europa nur halbherzig erwidert, auch die deutsche Regierung hielt sich hier auffallend bedeckt. Gleichzeitig rückte der Termin der Wahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai 2019 näher und somit die Befürchtung vor einer geringen Wahlbeteiligung und einem möglichen Erfolg antieuropäischer und nationalkonservativer Strömungen. Was also tun, wenn von der „großen Politik“ keine Impulse kommen? Die Antwort: Zivilgesellschaftliches Engagement!

Für ein demokratisches und weltoffenes Europa

Für einige um Europa besorgte Bürger*innen aus Nürnberg war es höchste Zeit, die Initiative für ein zukunftsorientiertes, positives und gemeinschaftliches Europa zu ergreifen und möglichst öffentlichkeitswirksame Signale zu setzen. Der November 2018 war der Startschuss der „WelovEU“ Initiative: 20 Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen – von Politik und Wissenschaft über Kirchen und Handel bis zu Handwerk und Kunst – verständigten sich bereits beim ersten Treffen auf ein gemeinsames politisches Statement:

  • „Wir treten ein für ein demokratisches und weltoffenes Europa, das sich für die in der unantastbaren Würde jedes Menschen begründeten Menschenrechte stark macht und soziale Gerechtigkeit fördert.„-* „Auch wenn Europa weit mehr als die Europäische Union (EU) und ihre reformbedürftigen (!) Organe ist, unterstützen wir die EU als ein zukunftsweisendes Friedensprojekt.“
  • „Wir sind davon überzeugt, dass die globalen Herausforderungen unserer Zeit – Klimaveränderung, ökologische Zerstörungen, Flüchtlingsbewegungen, neues Wettrüsten usw. – ein politisch geeintes Europa erfordern, das bereit ist, Verantwortung auch über die eigenen Grenzen hinaus zu tragen“.

Eine europäische Liebeserklärung in Nürnberg

Auf diesen Werten konnte man aufbauen: Die Webseite www.we-love-eu.de ging bereits zwei Wochen später online. Damit wurde eine öffentliche mediale Plattform für Menschen und Institutionen geschaffen, die sich am Valentinstag, dem 14. Februar, in Nürnberg pro-europäisch engagieren wollen.

70 Jahre Frieden, ein erfolgreicher Wirtschaftsraum und ein geopolitisches Schwergewicht: Trotz aller Defizite und seiner Reformbedürftigkeit ist Europa eine Erfolgsgeschichte! Es gibt weltweit keine ähnlich zersplitterte politische Region, die gleichzeitig so sehr um eine gemeinsame Zukunft ringt. Gut drei Monate vor der am 26. Mai stattfindenden Wahl zum Europäischen Parlament möchten die Initiator*innen - überparteilich, überkonfessionell und unabhängig – am Valentinstag mit den Nürnberger Bürger*innen über die aktuelle EU-Entwicklung ins Gespräch kommen.

Denn sie sind der Meinung: „Wer nicht wählt, der wählt den*die politische*n Gegner*in“. Wer in Nürnberg lebt und sich beteiligen möchte: Ab 14 Uhr geht es vor der Lorenzkirche los.

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