Föderalisten bündeln Kräfte: Stand up for Europe

European Federalist Party geht in neuer Organisation auf

, von  David Zühlke

Föderalisten bündeln Kräfte: Stand up for Europe
Am Samstag, dem 3. Dezember 2016, gründete sich im Beisein von über 150 Europäerinnen und Europäern im Brüsseler Press Club eine neue Organisation namens „Stand Up For Europe“. © Stand Up for Europe

Am Samstag, dem 3. Dezember 2016, gründete sich im Beisein von über 150 Europäerinnen und Europäern im Brüsseler Press Club eine neue Organisation namens „Stand Up For Europe“. Die Vereinigung will sich für weitere Integration der Europäischen Union einsetzen.

Am Samstag, dem 3. Dezember 2016, gründete sich im Beisein von über 150 Europäerinnen und Europäern im Brüsseler Press Club eine neue Organisation namens „Stand Up For Europe“. Die Vereinigung will sich für weitere Integration der Europäischen Union einsetzen.

Eröffnet wurde der Kongress von Natalia Gherman, ehemaligen stellvertretende Premierministerin von Moldawien sowie moldawische Kandidatin für das Amt der Generalsekretärin der UNO, die die tragende Rolle der EU betonte und hervorhob, welche Bedeutung die europäische Einigung im Leben von allen Menschen auf diesem Kontinent habe.

Im Zuge dieses Konvents schlossen sich insgesamt drei föderalistische Organisationen zusammen, die bis dato „nur“ kooperiert hatten: „Stand Up for the United States of Europe“, die Europäische Föderalistische Partei sowie „United States of Europe Now“. Diese drei Bewegungen verabschiedeten ein gemeinsames Grundprogramm sowie eine Satzung, mit dem Ziel, die Fusion zu einer einzelnen proeuropäischen, föderalistischen Organisation abzuschließen und darauf aufbauend ein geeintes und föderales Europa zu fordern, basierend auf leistungsfähigen und demokratischen Institutionen.

Zur Website von Stand up for Europe

Mit an Bord der neu geschaffenen Bewegung sind auch altbekannte Gesichter bisheriger föderalistischer Organisationen: Richard Laub wurde als Präsident bestätigt, Pietro de Matteis wurde zum Vize-Präsidenten gewählt und Bálint Gyévai wird die Arbeit des Generalsekretärs übernehmen.

Grundpfeiler von Stand Up For Europe sind – im Gegensatz zu einigen anderen Organisationen ähnlicher Orientierung – dass man es nicht ausschließe, an Wahlen teilzunehmen, und die Ablehnung des nationalistischen Narrativs, welchem auch viele andere paneuropäische Projekte zum Opfer fallen. Stand Up For Europe will den Dialog in Europa weg bewegen von Gesprächen zwischen national Agierenden und hin zu – im besten Fall – transnational aktiven Demokrat*innen.

Auch anwesend auf dem Kongress waren Vertreter der Jungen Europäischen Föderalisten und der New Europeans, mit denen Stand Up auch in Zukunft auf produktive Kooperationen hofft.


On Saturday 3rd December at the Press Club of Rue Froissart in Brussels, with the presence of more than 150 people from all over Europe, a new organization called Stand up for Europe’ was launched.

The opening of the event was honoured by Natalia Gherman, former deputy prime minister of Moldova, Ambassador & Candidate of the Republic of Moldova for the position of the UN Secretary General, who emphasized the importance of the EU in stabilizing and uniting the continent. During these important two days, three different European federalist movements decided to unite as one; Stand up for the United States of Europe, the European Federalist Party and United States of Europe Now. The three movements agreed to merge and become Stand Up For Europe (SUFE) and voted for the same program and bylaws in order to integrate their organizations into a single European movement calling for a Federal Europe based on more powerful and democratic institutions.

A new board was elected with Richard Laub as President, Pietro de Matteis as Vice-President and Bálint Gyévai as Secretary General. Contrary to other similar movements, the basic framework for SUFE is built upon the principle of not ruling out the option of participating in future elections. Furthermore, SUFE does not follow the nationalist narrative that’s leading many other pan European movements; however, SUFE builds regional sections instead of national ones. SUFE wants to move the dialogue from national active people to transnational democrats. The convention was also attended by representatives of the Young European Federalists and the New Europeans, with whom SUFE hopes to co-operate in future.

Ihr Kommentar

  • Am 16. Dezember 2016 um 18:26, von  mister-ede Als Antwort Föderalisten bündeln Kräfte: Stand up for Europe

    Meines Erachtens muss es darum gehen, die EU in ihrer jetzigen Form zu erhalten und daneben eine vertiefte Integration für jene Länder zu ermöglichen, die das wollen. Das ist die Grundidee meiner „Europäischen Föderation“ (EF), über die ich gerne mit dieser neuen Bewegung ins Gespräch kommen würde.

  • Am 6. Januar um 13:20, von  duodecim stellae Als Antwort Föderalisten bündeln Kräfte: Stand up for Europe

    Hallo Ede. Wie sie wissen, finde ich ihre Idee der EF recht zielführend. Wie wäre es wenn sie in die Bewegung eintreten, dann sollte es auch leichter sein für ihre Ideen zu werben. Soweit ich weiß hat zumindest die föderalistische Partei (eine der Gruppen die fusioniert sind) in Frankreich viele Mitglieder, ich glaube Engagement aus dem deutschsprachigen Europa sollte mehr als Willkommen sein. Im Prinzip finde ich, dass Stand Up for Europe es absolut verstanden hat, dass nur Sammlung und Bündelung der Kräfte in Europa der Weg zum Ziel sein kann. Jetzt kommt es auf herausragende Persönlichkeiten an, die eine solche Bewegung auch tragen können und für einen Interessenausgleich innerhalb der Bewegung sorgen können, damit das ganze zum Erfolg wird.

  • Am 6. Januar um 18:32, von  mister-ede Als Antwort Föderalisten bündeln Kräfte: Stand up for Europe

    Lieber duodecim stellae,

    vielen Dank für diese Einladung. Jedoch bin ich bereits in der Sozialdemokratie aktiv, weshalb ich nicht Mitglied einer anderen Bewegung werden möchte, die möglicherweise ebenfalls an Wahlen teilnimmt.

    Gleichwohl könnte ich mir aber vorstellen, dass sich Stand Up for Europe und die Sozialdemokratie in Bezug auf die Weiterentwicklung Europas gegenseitig inspirieren könnten. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, unter dem Dach der überparteilichen Europa-Union / JEF einen solchen Austausch zu ermöglichen – natürlich gerne auch mit Interessierten aus weiteren Parteien.

    Beste Grüße, Ede

Auf diesen Artikel antworten

Wer sind Sie?

Um Ihren Avatar hier anzeigen zu lassen, registrieren Sie sich erst hier gravatar.com (kostenlos und einfach). Vergessen Sie nicht, hier Ihre E-Mail-Adresse einzutragen.

Hinterlassen Sie Ihren Kommentar hier.
  • Dieses Feld akzeptiert SPIP-Abkürzungen [->urls] {{bold}} {italics} <quotes> <code> und HTML-Codes <q> <del> <ins>.

Kommentare verfolgen: RSS 2.0 | Atom