Gastbeitrag der Hintnerjugend: Wer die Jugend hat, hat die Zukunft

Marian Kirwel und seine Vision von Europa

, von  Marian Kirwel

Gastbeitrag der Hintnerjugend: Wer die Jugend hat, hat die Zukunft
Die Hitnerjugend bei einer Jugendparteiveranstaltung @ Hitnerjugend

Die HintnerJugend ist die Kinder- und Jugendbewegung der Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (kurz: Die PARTEI) und als solche denselben Idealen wie die Mutterpartei verpflichtet. Die PARTEI wurde 2004 von Redakteuren des Faktenmagazins Titanic gegründet und zog mit ihrem GröVaZ („Größten Vorsitzenden aller Zeiten“) Martin Sonneborn 2014 in das Europäische Parlament ein. Zentrale Losung des Wahlkampfes war der Schlachtruf „Ja zu Europa! Nein zu Europa!“ - als populistische Partei ist uns Europa nämlich egal, wenn es dem bundesdeutschen Wähler (und seiner Frau) egal ist. In der nun folgenden Legislaturperiode wurden die bilateralen Beziehungen zu Nordkorea verbessert, es wurde der EU-Norm-Penis erfolgreich vom deutschen Manne abgewendet und der Versuch unternommen, TTIP aufzuessen.

Ich wurde devot gebeten, für diesen Beitrag meine Vision von Europa in meiner Funktion als Stellvertretender Vorsitzender der HintnerJugend NRW darzulegen, daher werde ich im Folgenden gern die drei an mich gerichteten Fragen beantworten. Als Funktionär der Jugendorganisation einer führerzentristisch organisierten Partei ist es jedoch naturgemäß nicht meine Aufgabe, eigene europapolitische Standpunkte zu entwickeln. Vielmehr „hat es sich [die HintnerJugend] zur Aufgabe gemacht, die PARTEI-Jugend auf das richtige Leben vorzubereiten. Durch sportliche Aktivitäten, wie das gemeinschaftliche Wandern und geselliges Beisammensein, wird der Nachwuchs abgehärtet. Wenn das Schwarz der Uniform vom rauhen Dienst in der HintnerJugend grau geworden ist, ist der HintnerJugendliche charakterlich gefestigt genug, um den Grauen Anzug der Partei Die PARTEI anzulegen.“ (Selbstbeschreibung meines Regionalverbandes, der „Leibstandarte Uwe Becker“) - Aufgrund dessen werde ich mich weitestgehend auf die Wiedergabe von Positionen der PARTEI beschränken.

Zur Sache: Erstens. Ein förderales Europa sollte sich ursprünglich als ein starkes Kerneuropa mit 27 Satellitenstaaten darstellen. Nach dem Brexit, antisemitischen und flüchtlingsunfreundlichen Ungarn und einem an Steuerrückzahlungen von Apple nicht interessierten Irland, das „den Eindruck erwecken [könnte], es gehe um ein Europa der Konzerne und nicht der Bürger“ (unser MdEP), ist diese Zahl nun geschrumpft. Der Föderalismus an sich ist auch nur bedingt mit unserem Ideal einer humanistischen Diktatur vereinbar – Zentralismus schafft Sicherheit, Sicherheit schafft Wohlstand.

Zweitens. Die soziale Krise im Süden lässt sich, weil es sich um eine wirtschaftliche handelt, sachgemäß durch Mauern überwinden, denn diese sind „eine Absage an Globalisierung, weitere Europäisierung und unkontrollierbare Finanzströme“. Außerdem fordern wir ein Existenzmaximum von einer Million (Währung beliebig) auf europäischer Ebene und wollten bereits im Bundestagswahlkampf die 100 reichsten Deutschen umnieten lassen. Hier zeigt sich auch, dass unsere gleichzeitig innovativen wie bewährten Lösungsansätze prinzipiell als Exportschlager für andere internationale Organisationen und Personen dienen können (Schweiz, FIFA) bzw. bereits von ihnen aufgegriffen werden (Donald Trump, IS).

Drittens. Rechtspopulisten zu schwächen, ist eine ganz einfache Aufgabe: Man muss sie lediglich rechts überholen, was sehr leicht ist, wie u. a. ein eigenes NPD-Plakat zu den Wahlen in Berlin 2011 bewies. Ich selbst bewarb mich einst erfolglos auf den Posten des Leiters von Öffentlichkeitsarbeit/PR bei der Alternative für Deutschland, um direkt an der Quelle zu lernen – warum man mich trotz meiner bei der PARTEI erworbenen umfassenden Kenntnisse in populistischer Propagandaarbeit nicht einstellen wollte, ist mir bis heute ein Rätsel geblieben. Einen generellen Tipp gibt des Weiteren das Außenpolitische Amt der NSDAP an die Hand: „Man soll nur von Europa sprechen, denn die deutsche Führung ergibt sich ganz von selbst.“

Zuletzt bleibt anzumerken, dass der Jugend eine zentrale Rolle in der Umsetzung der hier geschilderten Vision von Europa zukommt, schließlich folgt auf den Frühling der Sommer und dann gar nichts mehr. Nicht umsonst werden aktuell hintnerJugendintern Überlegungen angestellt, supranational zu expandieren, ein „Weltbund“ steht zur Debatte. Denn: „Vor uns liegt Europa, in uns marschiert Europa und hinter uns kommt... Dings!“

In diesem Sinne: Hi Hintner!

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