Euro in der Krise?! - Kommentare Euro in der Krise ?! 2011-03-26T09:06:20Z https://www.taurillon.org/Euro-in-der-Krise#comment9558 2011-03-26T09:06:20Z <p>zeigen konnten, fängt die US-amerikanische Wirtschaft diese Schocks vornehmlich durch eine hohe Arbeitskräftemobilität ab : Wenn es an ihrem Wohnort keine Arbeit gibt, ziehen die <a href="http://google.com" class="spip_out" rel='nofollow external'>google</a></p> Euro in der Krise ?! 2011-01-29T00:42:34Z https://www.taurillon.org/Euro-in-der-Krise#comment9199 2011-01-29T00:42:34Z <p>Was Sie schreiben, ist ziemlich gut. Sie sind gut für unsere Leser wissen. Vielen Dank für den Beitrag ! <a href="http://www.factorgaming.com" class="spip_url spip_out auto" rel="nofollow external">http://www.factorgaming.com</a></p> Euro in der Krise ?! 2010-02-21T17:35:22Z https://www.taurillon.org/Euro-in-der-Krise#comment8038 2010-02-21T17:35:22Z <p><strong>Was sich manchmal hinter dem deutschen Verzicht auf eine europäische Wirtschaftsregierung verbigt :</strong></p> <p><i>« Otmar Issing oder die zauberhafte Welt des Interessenkonfliktes »</i></p> <p><a href="http://bruxelles.blogs.liberation.fr/coulisses/2010/02/otmar-issing-ou-le-monde-merveilleux-du-conflit-dint%C3%A9r%C3%AAts.html" class="spip_url spip_out auto" rel="nofollow external">http://bruxelles.blogs.liberation.fr/coulisses/2010/02/otmar-issing-ou-le-monde-merveilleux-du-conflit-dint%C3%A9r%C3%AAts.html</a></p> Euro in der Krise ?! 2010-02-16T21:36:05Z https://www.taurillon.org/Euro-in-der-Krise#comment8024 2010-02-16T21:36:05Z <p>Volker : Ich bin vollkommen deiner Meinung, was das Problem der strukturell unausgeglichenen Haushalte angeht. Strukturelle Haushaltsdefizite von 3% dürfen nicht Normalität sein. Insofern ist die bisherige Praxis — wie du schon schreibst — eher zu lasch.</p> <p>Die Frage ist allerdings, ob 3% Defizit wirklich « ausreichen, um konjunkturelle Abschwünge auszugleichen ». Meines Erachtens belehrt uns <a href="http://krugman.blogs.nytimes.com/2010/02/09/anatomy-of-a-euromess/" class="spip_out" rel='nofollow external'>der spanische Abschwung</a> zur Zeit eines Besseren. Nach Haushalts<strong>überschüssen</strong> in den Jahren 2005-2007 lag das spanische Haushaltsdefizit 2009 bei über 12% — und trotzdem ist eine Erholung der spanischen Wirtschaft nicht abzusehen.</p> <p>Mit Flexibilisierung meinte ich auch nicht, dass der Stabilitätspakt aufgeweicht, sondern eher, dass er verbessert werden sollte. Zum Beispiel könnte ich mir ein dynamisches Defizitkriterium vorstellen, das abhängig von der nationalen Erwerbslosenquote oder der Abweichung der nationalen Inflationsrate vom Euro-Durchschnitt zwischen 0 und 10 Prozent variiert. Vieles ist in dieser Richtung denkbar. Jedenfalls bin ich überzeugt, dass es besser geht als eine statische Grenze von 3%, die noch nicht einmal konsequent eingehalten wird.</p> Less constitutionalism 2010-02-16T09:29:08Z https://www.taurillon.org/Euro-in-der-Krise#comment8020 2010-02-16T09:29:08Z <p>Ah… Ich hatte die Argumentation schlecht verstanden bzw. nicht ergreifen dass es nur um eine Abwertung des Euro als Lösung für Länder wie Griechenland ging.</p> <p>Bezüglich deines letzten Absatzes, es ist wirklich nett, sich um die Weltwirtschaft Sorge zu machen. Mit einer ähnlichen, an den Weltinteressen orientierten Einstellung hat die EU ihr Markt für chinesische Staatsunternehmen (Unternehmen die durch Tarnfirmen eigentlich von der Regierung von Beijing kontrolliert werden) weitgehend aufgemacht, ohne irgendeine Art <strong>Gegenseitigkeit </strong>zu erwarten. Das gleiche gilt einigermaßen auch mit Erderwärmung. Wir denken dass China und Russland vom europäischen Vorbild beeindruckt sein werden und begeistert mitmachen werden. Aber so geht es nicht. Brasil, den USA, Indien, allen diesen Ländern ist es von Erderwärmung bewusst (China vielleicht nicht), aber sie verpflichten sich nicht solange die anderen auch ein bisschen Engagement zeigen.</p> <p>Wir sollten endlich unser eigenes Interesse verfolgen, wie die anderen Weltteile und Länder es machen, wie Deutschland auch es innerhalb der EU manchmal diskret, manchmal unverschämt macht. Unser Interesse liegt zwar in der Weltwirtschaft, im weltweiten Kampf gegen Armut und Erderwärmung, und wir sollten alles dafür tun, dass diese Probleme auf der internationalen Ebene behandelt werden. Aber wir werden nicht die Welt allein retten.</p> Euro in der Krise ?! 2010-02-15T21:28:18Z https://www.taurillon.org/Euro-in-der-Krise#comment8017 2010-02-15T21:28:18Z <p>Spannendes Thema ! Guter Artikel ! Allerdings möchte ich der Schlußfolgerung eines weiteren Aufweichens des Stabilitäts- und Wachstumspaktes widersprechen. Durch die bisherige Handhabung und die Aufweichung im Jahr 2005 wurden die Anreize, strukturell ausgeglichene Haushalte zu erwirtschaften, weiter reduziert. Wenn die strukturellen Haushaltsdefizite allerdings schon gegen die als Höchstgrenze definierten 3% konvergieren, können die Staaten aber die Vorgaben zwangsläufig nicht einhalten (Defizit = strukturell + konjunkturell). Ein Defizit von 3% würde allerdings für konjunkturelle Abschwünge ausreichen. Daher besteht meines Erachtens Nachbesserungsbedarf, die Anreize, strukturelle Defizite abzubauen, zu erhöhen. Ein ganz anderes Problem ergibt sich im Falle Griechenlands zusätzlich noch durch die Manipulationen, die überhaupt erst zur Aufnahme Griechenlands in die Eurozone und auch die Maastricht-konformen Haushalte der vergangenen Jahre geführt haben. Solche gravierenden Schlupflöcher gefährden die Geldwertstabilität erheblich. Fakt ist allerdings, daß die Eurozone keine optimal currency area ist. Daher wird es zwangsläufig auch neue institutionelle Ausgestaltungen geben müssen, um den Währungsraum nicht auseinander brechen zu lassen. Gerade in Hinblick auf die von Blanchard vertretene These der rotating slumps erscheint es sinnvoll, weitere Politikmaßnahmen auf ihre Wirksamkeit hin zu evaluieren.</p> Less constitutionalism 2010-02-15T17:14:55Z https://www.taurillon.org/Euro-in-der-Krise#comment8016 2010-02-15T17:14:55Z <p>Cédric : Ich gebe zu, der Satz ist unglücklich formuliert, aber ich denke das Argument steht. Beispiel Griechenland : Laut den <a href="http://www.bankofgreece.gr/BogEkdoseis/sdos200911-12.pdf" class="spip_out" rel='nofollow external'>Zahlen der griechischen Zentralbank</a> hat Griechenland 2008 Waren und Dienstleistungen im Wert von 53,9 Mrd. Euro exportiert. Das entspricht einem Anteil am Bruttoinlandsprodukt von ca. 23%. Man kann wohl davon ausgehen, dass mindestens die Hälfte davon Exporte in andere Länder der Eurozone sind. Es bliebe also für Wachstum durch Abwertung des Euros nicht viel Spielraum.</p> <p>Anders liegt die Sache zum Beispiel in Lettland : Die lettischen Exporte machen insgesamt <a href="http://www.bank.lv/LMB/LMB_en.php?table_level_0=19&table_level_1=&tables=3&lang=2&period-f=2008&period-t=2009&periodiskums=1&currency=2&bopsy_lim=0&mervieniba=2" class="spip_out" rel='nofollow external'>9,6 Mrd. Euro</a>, d.h. rund 48% des lettischen Bruttoinlandsprodukts aus. Eine Abwertung des Lats hätte also bei weitem größere Konsequenzen für Lettland als eine gleich große Abwertung des Euro für die griechische Wirtschaft. Für die Staaten der USA gilt im Übrigen das gleiche wie für Griechenland : Eine Abwertung des Dollars bringt einem Not leidenden Staat wie z.B. Michigan vergleichsweise wenig.</p> <p>Das eigentliche Problem, das ich in einer signifikanten Abwertung des Euro sehe, ist, dass ein solcher Schritt die globale Gesamtnachfrage nicht steigern, sondern nur umverteilen würde. In regional begrenzten Krisen wie der Asienkrise von 1997/98 mag ein solches Modell, also die Bewältigung einer zu geringen Gesamtnachfrage durch Abwertung der Währung, ja noch erfolgreich sein — da aber diesmal die ganze Welt mehr oder weniger in der Liquiditätsfalle steckt, wird sich die Weltwirtschaft wohl kaum an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen können. Daher fürchte ich, eine Abwertung des Euro würde nur eine weltweite Abwertungswelle zur Folge haben und das globale Finanzsystem destabilisieren. Eher sollte die EZB meines Erachtens eine weitere Zinssenkung in Betracht ziehen.</p> Less constitutionalism 2010-02-14T15:41:33Z https://www.taurillon.org/Euro-in-der-Krise#comment8012 2010-02-14T15:41:33Z <p>Sehr guter Artikel und Schlussfolgerungen.</p> <p>Einer Aussage möchte ich aber widersprechen :</p> <p><i>„Ähnliches gilt für eine Abwertung der Währung, um Exporte und Tourismus zu fördern – eine Maßnahme, die ohnehin kaum Erfolg verspräche, da die wichtigsten Handelspartner der betroffenen Länder Mitglieder der Euro-Gruppe sind.“</i></p> <p>Das ist das schwächste Argument zur Ablehnung einer europäischen Wechselkurspolitik, das ich jemals gelesen habe. Die wichtigsten Handelspartner von North Dakota und Kalifornien sind auch Mitglied-Länder der Dollar-Gruppe. Die Amerikanische Regierung führt dennoch eine sehr aktive Wechselkurspolitik, wovon die ganzen USA profitieren, einschließlich stark verschuldete US-Staaten.</p> <p>Die Euro-Gruppe ist die einzige Währungsunion auf der Welt, die auf eine Wechselkurspolitik verzichtet hat. Auf Wunsch Deutschlands, da die Exportfähigkeit der deutsche Industrie nicht vom Preis ihrer Exportgüter abhängen, was selten der Fall ist in anderen Eurozone-Ländern.</p> <p>Es ist wirklich Schade dass Deutschland auf der EU-Ebene immer auf ökonomischen Konstitutionalismus gesetzt hat. Wie sollte die EU mit dem Kurs ihrer Währung umgehen, was sollte die Zielsetzung der EZB sein (Inflationsbekämpfung in Europa, gegen Inflationsbekämpfung, Wachstum und Beschäftigung in den Vereinigten Staaten), diese wichtigen Frage sollten nicht voraussichtlich in den Verträgen festgelegt sein, sondern zum Thema einer europaweiten politischen Debatte werden, und dann in einem EU-Gesetz geregelt sein !</p> <p>Nicht eine politische Debatte anlässlich Sitzungen des Europäischen Rats (wobei die französischen und deutschen Regierungschefs immer Karikaturellen Stellungnahmen zum Thema Wirtschaftsregierung nehmen werden), sondern eine politische Debatte während wirklich europäischen Europawahlen und zwischen die gemeinschaftlichen Institutionen.</p>