Ein europäischer Sozialstaat für die EU-Bürger - Kommentare Ein europäischer Sozialstaat für die EU-Bürger 2016-06-12T16:34:42Z https://www.taurillon.org/ein-europaischer-sozialstaat-fur-die-eu-burger#comment22018 2016-06-12T16:34:42Z <p>Worauf ich eigentlich hinaus will : Derartige Meinungsäußerungen verleiten die deutsche Politik dazu, allen Ländern der Eurozone einen Weg aufzuzwingen, der wenn man in die wirtschaftliche Historie schaut, nicht funktionieren kann. Skandinavische Münzunion, Lateinische Münzunion haben alle bewiesen, was die österreichische Ökonomin Theresia Theurl einst feststellte „Alle Monetären Unionen, die keine vollständigen Politischen Unionen waren, blieben temporäre Arrangements. Sie lösten sich auf.“ Die aktuelle Politik versucht die Ungleichgewichte mit Provisorien und Krediten zu übertünchen, aber unter der Oberfläche baut sich weitere Spannung auf. Die nächste globale Finanzkrise wird der Euro nicht überleben, wenn er zuvor nicht durch politische Instabilität zu Fall gebracht wurde : Front National, 5Sterne, Syriza, Podemos... Es wird wirklich Zeit, dass sich die deutsche Politik bewegt, wenn eine Katastrophe verhindert werden soll.</p> <p>Und wenn der Euro schockartig auseinander bricht, glaube ich nicht das ein Stein auf dem anderen bleibt, dass meinte ich mit meinem Hinweis auf zukünftige Bedürftigkeit. Es könnte natürlich sein, dass sie bei Polizei und Militär beschäftigt sind, dann ist wohl auch im Worst-Case Bedarf für ihre Arbeitskraft.</p> Ein europäischer Sozialstaat für die EU-Bürger 2016-06-12T09:27:16Z https://www.taurillon.org/ein-europaischer-sozialstaat-fur-die-eu-burger#comment22016 2016-06-12T09:27:16Z <p>Sorry, dass sie jetzt die volle Wucht meiner Frustration abkriegten, aber ihr Kommentar war so grausam exemplarisch und schön, dass sie es ansprachen : « hätte ich hier nie gedacht »</p> <p>Ich hätte auch nie gedacht, dass ich irgendwann mal in den Kommentarspalten des Treffpunkts latent-nationalchauvinistische Thesen lesen müsste, wie sie vom Niveau her eher zu anderen deutschen Mainstreammedien passen :</p> <p>« dann sollen meine Lohnnebenkosten also den Opfern von Misswirtschaft in anderen EU-Staaten zugute kommen »</p> <p>Diese Aussage ist dermaßen ideologisch überfrachtet, es ist als hätten sie die gesamte Misere der Eurokrise, angefangen bei Schröders Agenda 2010 bis zur Griechenlandkrise, in einem Teilsatz auf den Punkt gebracht. Dafür müsste man ihnen fast schon ein Kompliment machen, wenn es denn nur eine Parodie gewesen wäre. Sie haben aber vergessen den Terminus « deutsches Steuergeld » unterzubringen.</p> <p>Die Schlaubi-Schlumpf Attitüde und Arroganz, mit der manche deutschen Zeitgenossen sich über Europa und die Qualitäten der anderen Miteuropäer echauffieren ist der Grund, warum mir meine deutsche Staatsbürgerschaft mittlerweile peinlich geworden ist. Man korrigiert und gibt den Oberlehrer, obwohl schon für alle offensichtlich ist, dass man selbst nicht die geringste Ahnung hat wovon man spricht. Halten sie sich fest, aber die Lektüre der Bild oder Welt vermag niemanden für einen Doktortitel der Volkswirtschaftslehre zu qualifizieren.</p> <p>Auch sorry wegen dem Geizvorwurf, aber das Gebaren mancher « Deutschen » erinnert doch sehr an einen paranoiden Kobold, der sein Goldtöpfchen beschützen will (Kobolde sind oft sehr einsame und unbeliebte Zeitgenossen). Viele vergessen dabei auch, dass die anderen Europäer auch für deutsche Schulden und Misswirtschaft haften müssten, aber für einen wahren Patrioten gibts sowas ja gar nicht : Kein BER, kein Abgasskandal, kein Hoeneß/Schwarzer, DFB-Skandal, Rentenlücke und demografische Katastrophe... Nein wir in Deutschland stehen wieder voll im Saft und sind unfehlbar, da kann sich jeder eine Scheibe von abschneiden, gell ? Ich könnte auch als Baden-Württemberger sagen, dass ich nicht für Nord- oder Ostdeutsche Misswirtschaft haften möchte, aber das ist ein anderes Thema.</p> Ein europäischer Sozialstaat für die EU-Bürger 2016-06-10T16:20:31Z https://www.taurillon.org/ein-europaischer-sozialstaat-fur-die-eu-burger#comment22015 2016-06-10T16:20:31Z <p><strong>Liebe/r duodecim stellae,</strong></p> <p>habe ich Ihre Gefühle verletzt, weil Sie in irgendeiner Weise von meinem Kommentar betroffen sind oder haben Sie generell etwas gegen abweichende Meinungen ?</p> <p>Dass ich derart persönlich angegangen werde, hätte ich hier nicht gedacht. Das erwartet man ja eher aus der weniger weltoffenen Ecke. Apropos : Ihren ersten Absatz habe ich von dort schon öfter gelesen, allerdings nicht als Argument für mehr Transferleistungen, sondern gegen die Währungsunion. Aber das nur am Rande.</p> <p>Eins noch : den Zusammenhang von den mir unterstellten Eigenschaften Geiz und Ignoranz einerseits und meinem offenbar unausweichlichen Weg in die Bedürftigkeit andererseits müssen Sie mir unbedingt ausführlich erläutern. Der klingt nach einer guten Geschichte.</p> <p>Ich freue mich auf eine Antwort</p> <p>Mit freundlichen Grüßen</p> <p>S.Cordes</p> Ein europäischer Sozialstaat für die EU-Bürger 2016-06-07T10:08:06Z https://www.taurillon.org/ein-europaischer-sozialstaat-fur-die-eu-burger#comment22008 2016-06-07T10:08:06Z <p>Jeder Währungsraum, der über keine angemessenen Transfermechanismen verfügt, durch den ökonomische Ungleichgewichte abgefedert werden, wird zwangsläufig scheitern. Wer das leugnet ist entweder ein Lügner oder im Bereich Ökonomie vollkommen inkompetent. Wenn wir die Währungsunion nicht hätten, würden die flexiblen Wechselkurse für diesen Ausgleich sorgen.</p> <p>Bei einem gigantischen Währungsraum wie Euroland, käme ein Scheitern, ein unkontrollierter Kollaps, einer in der Menschheitsgeschichte nie dagewesenen Wirtschaftskatastrophe gleich. S. Cordes, sie sollten dem Sozialstaat nicht so ablehnend gegenüber stehen, weil sie schon sehr bald von ihm abhängig sein werden, aufgrund ihrer eigenen Ignoranz und ihres Geizes. Ist nur eine Feststellung.</p> Ein europäischer Sozialstaat für die EU-Bürger 2016-06-06T18:54:53Z https://www.taurillon.org/ein-europaischer-sozialstaat-fur-die-eu-burger#comment22007 2016-06-06T18:54:53Z <p>Soso, dann sollen meine Lohnnebenkosten also den Opfern von Misswirtschaft in anderen EU-Staaten zugute kommen, damit diese die EU dann wieder töfte finden - kein Vorschlag, den ich unterstützen würde. Wir sollten endlich aufhören zu überlegen, wie man noch mehr Geld transferieren kann, und anfangen, die Staaten dazu zu bringen, die vereinbarten Regeln einzuhalten.</p>